| Allgemeines
von Zensur, Zensoren, Medienwächtern und Grossinquisitoren
soweit es nicht aufgrund spezieller Thematik auf anderen Seiten behandelt wird | ||||||||||||||||||
| Der Weltzeitungsverband
(World Association of Newspapers WAN) beklagt die weltweite
Verschärfung der Sicherheits- und
Überwachungsmassnahmen. Zudem bedrohen Morde und
Unterdrückung die Pressefreiheit. Bis heute (8.6.) wurden im
Jahre 2007 alleine 66 Medienvertreter getötet. | ||||||||||||||||||
| Gottfried Honnefelder,
Börsenverein des Deutschen Buchhandels, über die
Meinungs- und Publikationsfreiheit zum Writers in Prison-Tag
am 15. November 2006: "Unbequeme Demokraten werden mundtot gemacht,
missliebige Ansichten unterdrückt – die offene und
versteckte Zensur nimmt wieder zu" ... "In einer demokratischen
Gesellschaft gehören Meinungsvielfalt und die Freiheit des
Wortes jedoch zu den wichtigsten Grundwerten."
Börsenblatt, 14.11. 2006 – |
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| Solidaritätsveranstaltung
von Börsenverein und P.E.N. Deutschland zum Writers in Prison-Tag
am Dienstag, 15. November 2005 Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland, Johano Strasser: "Vor allem der sogenannte Krieg gegen den Terror hat in den letzten Jahren auch in den westlichen Demokratien immer öfter zu gefährlichen Eingriffen in die Meinungs- und Publikationsfreiheit geführt." Dieter Schormann, Börsenverein: "Das Thema ist leider unverändert aktuell. Gegen demokratische Grundwerte wie Meinungsvielfalt und Freiheit des Wortes wird weltweit immer wieder verstoßen. Beispiel hierfür ist nicht zuletzt das Verfahren gegen den diesjährigen Friedenspreisträger Orhan Pamuk wegen seiner Äußerungen zur Armenierfrage in der Türkei." | ||||||||||||||||||
Renate Daum, Börse Online; Thilo Knott, taz | ||||||||||||||||||
| Das
Büro der Illustrierten Stern in
Brüssel wurde am 19. März 2004 von der belgischen
Polizei durchsucht. Stern-Korrespondent Hans-Martin Tillack
konnte am Morgen gerade noch die Redaktion in Hamburg informieren:
"Mein Büro wird durchsucht, ich werde verhaftet." Tillack
hatte vor allem über Betrugsfälle in
europäischen Institutionen berichtet. So hat er sich mit
"schwarzen Kassen" beim EU-Statistikamt Eurostat beschäftigt
und zuletzt eine Reihe von Beiträgen über das
Finanz-Gebaren im Europaparlament veröffentlicht. Direktorin Renate Schröder
vom internationale Journalistenverband in Brüssel protestierte
gegen die Durchsuchung. SZ, 20.3.2004, S.
46 Alberto Perduca, Leiter des EU Amts für Betrugsbekämpfung (Olaf), stellte sich den Medien im Pressesaal der Europäischen Kommission. Der Stern-Korrespondent Hans-Martin Tillack war anwesend und sagte, er verfüge über brisante Unterlagen zu Unregelmässigkeiten beim EU Ausschuss der Regionen. Diese wurden u.a. am 19.3. in seinem Brüsseler Büro beschlagnahmt. FAZ, 24.3.2004, S. 48 |
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| Pressefreiheit im Jahr 2003. Im
vergangenen Jahr starben 42 Journalistinnen und Journalisten in
Ausübung ihres Berufes. Das ist der höchste Stand
seit 1995, teilte Reporter ohne Grenzen (ROG) mit. 14 Reporter und
Kameraleute kamen bis zum Jahreswechsel im Irak ums Leben. 2003 wurden
501 Medien zensiert oder verboten, 28 Prozent mehr als im Vorjahr. 766
Journalistinnen und Journalisten wurden verhaftet, verhört
oder festgehalten, mehr als je zuvor. Auch die Zahl der
gewalttätigen Übergriffe nahm mit 1460 registrierten
Fällen leicht zu und bleibt auf einem sehr hohen Niveau. | ||||||||||||||||||
| "»Eine Zensur findet
nicht statt«, heißt es in Artikel 5 des
Grundgesetzes und: »Kunst uund Wissenschaft, Forschung und
Lehre sind frei.« Man muss wohl hinzufügen:
»sofern sie nicht der herrschenden Meinung
widersprechen.«" Prof.
Dr. Hubert Seiwert, Universität
Leipzig, Religionswissenschaftliches Institut, in einem Leserbrief, SZ
18.12.2003, S.34. Thematisiert wurde, daß Gerhard Besier,
Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Insituts für
Totalitarismusforschung, die Ergebnisse seiner Forschungen
über Scientology nicht veröffentlichen durfte. Vergleiche | ||||||||||||||||||
Der Kampf gegen den
Terrorismus ist weltweit Anlaß für die
Einschränkung der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen
erstellte eine Rangliste der Pressefreiheit, bei der Deutschland gut
aber verbesserungsfähig abschnitt.
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| “Prominente
Politiker, die Gewalt in Filmen anprangerten, bevollmächtigten
unseren Präsidenten vor kurzem mit ihrer Stimme zur Anwendung
von Gewalt im Krieg. Sie verlangen von uns das Ende fiktiver Gewalt in
Filmen, haben aber gegen Gewalt in ihrer konkreten Form nichts
einzuwenden.” Tim Robbins, Schauspieler und Regisseur, in einem Appell vor dem Nationalen Presseclub in Washington. Übersetzung von Eva C. Koppold SZ, Samstag, 26.4.2003, S.2 | ||||||||||||||||||
| Als der amerikanische
Außenminister Colin
Powell und der Chef der UN-Waffeninspekteure Hans Blix in der
ersten Februarwoche 2003 vor der internationalen Presse in New York
ihre Positionen zu einem möglichen Krieg gegen den Irak
erläuterten, sollte die Weltöffentlichkeit im Vorraum
zum Sitzungssaal des Sicherheitsrats das Bild "Guernica" nicht sehen. Es
wurde verhüllt. "Guernica" von Pablo Picasso, das Nelson A. Rockefeller
1985 den Vereinten Nationen geschenkt hat, hängt im Vorraum
zum Sitzungssaal des Sicherheitsrats. |
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| "The
Academy Awards exemplified the trouble some entertainers are having
now. Freedom of speech, they have discovered, is
not necessarily free. If you have a paying audience, speaking
out can come with a price. So the Dixie
Chicks discovered when they criticized President Bush
recently and saw their airplay on radio stations cut drastically." Hervorhebungen: H.H. |
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| Roman
Herzog, CSU, Ex-Bundespräsident:
"Für hungrige Menschen hat ein Recht wie die Meinungsfreiheit
zwangsläufig geringere Bedeutung als für satte
Menschen." Dazu Heiner
Geissler, CDU, Bundesminister a.D.: "Das klingt
außerordentlich plausibel, ist es aber leider nicht, denn
Armut und Elend dauern am längsten immer dort an, wo
Leibeigenschaft und Ausbeutung und Kinderabreit und Frauensklaverei in
der Öffentlichkeit nicht angeprangert werden können,
weil es zum Beispiel keine Pressefreiehti, keine Meinungsfreiheit
gibt." Vortrag "Der
Univeralitätsanspruch der Menschenrechte" auf einer
gemeinsamen Tagung der Katholischen und Evangelischen Akademie in
Bayern; Tutzinger Blätter, 3/2002, S.8 |
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| Sed
defendat, quod quisque sentit; sunt enim iudicia libera. Aber jeder möge verteidigen, was er denkt; denn Meinungen sind frei. Cicero. Gespräche in Tusculum, IV, 7 Das hat doch |
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| "Gerade
Deutschland müsste mit den Menschenrechten sehr viel
vorsichtiger umgehen. Heute werden die Pressefreiheit und die
Grundrechte mit Füßen getreten; alles leer
Hülsen, die nur dazu gut sind, andere Leute besoffen zu
quatschen." Klaus Löwitsch, Schauspieler, SZ
12.6.2001, S.16 | ||||||||||||||||||
| "In einer
Demokratie hat die gesamte Bevölkerung das Recht auf freie
Meinungsäußerung – nicht nur die Leute,
die man gut findet." Marcia Pally,
Süddeutsche Zeitung, 18.1.2001, S.18 |
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| "...heute
war einer hier / der wollte kontrollieren / ob es mir gut geht..." Wolfgang Neuss, Kabarettist | ||||||||||||||||||
| "Regierungen sollten nur in Einzelfällen und so
wenig wie möglich eingreifen." Ira Magaziner, Internet-Berater von US-Präsident Bill Clinton, zum Internet, Interview in der SZ, 11.8.1998 |
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| "Heute ist
es so, daß diejenigen, die die Freiheit verteidigen und
bewahren wollen, die Beweislast aufgebürdet bekommen und nicht
die, die sie Stück für Stück
einschränken!" Gerhart Rudolf Baum, ehemaliger Bundesminister des Inneren, am 14.9.1997, RTL |
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| Joseph von
Eichendorffs Hymne auf die Gedankenfreiheit
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